STILLE WASSER SIND TIEF 9 Weekend Special

Teil 9:

 

 

So standen Manuel und ich nun vor Tobias´Haustüre und ehe wir uns versahen, war auch schon unser Vater verschwunden und wir waren allein vor dem Haus.

Schwungvoll wurde die Tür aufgworfen und Tobias trat hervor. Er war in sein wahrscheinlich bestes Partyoutfit gekleidet und trug obwohl es nicht angebracht war eine Sonnenbrille. "Hey, Bro!", stieß er hervor und zog Manuel quasi hinein. Als Tobias sich umdrehte, warf er mir einen kurzen Blick zu, der mich ebenfalls bescheiden hereinbitten sollte. "Also fühlt euch wie zu Hause und macht es euch bequem!" meinte Tobias. Woraufhin sich mein Bruder einfach auf das Sofa fallen ließ und begann Popcorn aus einer Schale, die auf dem Tisch vor ihm stand zu essen. Tobias hatte nicht ein einziges Wort wegen meines grauenhaften Aufzugs gesagt und denoch hoffte ich, dass mein nun etwas durch meine Mutter manipulierter Paln aufgehen würde.

Als ich mich umsah, fand ich kleine wie jämmerliche Versuche das Innenleben des Hauses feierlich herzurichten. Überall standen auf jeder Ablagefläche Snacks wie Chips, Popcorn, Bonbons, Erdnuss-Flips oder Salzstangen. An anderen Stellen wo noch Platz war, hatte Tobias das Bier hingestellt und in der Küche musste demnach der restliche Alkohol sein. Tobias, der kurz in der Küche war, bestätigte meine Annahme und brachte zwei geöffnete  

Bier-Flaschen mit. Eines gab er meinem Bruder mit einem bereiten Grinsen und dann kam er in meine Richtung. Ich dachte zuerst das zweite Bier sei für ihn gewesen um damit mit meinem Bruder anzustoßen, aber in Wirklichkeit schien es für mich zu sein. Er drückte mir die Flasche fest in die Hand und zwinkerte mir zu. Nun war es amtlich: Ich musste mich bald übergeben. In meiner Angst fragte ich hecktisch: "Entschuldgung aber weißt du wann Birte heute kommt?" Dann erst merkte ich, dass die Sonnenbrille weg war. Irgendwie war er mir mit Sonnenbrille lieber, da musste ich nur einen Teil eines Gesichtes ertragen. Aber wie es schien sollte mir wirklich nichts erspart bleiben.

In diesem Moment fragte ManueL: "Wann kommen eigentlich die anderen Party-Gäste?"

Tobias setzte sich zu meinem Bruder. Wahrscheinlich hatte er schon etwas getrunken. Er benahm sich ein wenig eigenartig. Vielleicht hatte er sich ja Mut angetrunken um mir seine Gefühle zu gestehen.

"In ein paar Minuten sollten die ersten hier sein. Also trinkt euer Bier damit ihr jetzt noch bestimmt eines habt. Wer weiß wer es euch sonst wegtrinkt!" Er sah mich mit einem prüfenden Blick an als wolle er etwas über mein Aussehen sagen, aber er verkniff es sich einfach. "Du siehst heute besonders hübsch aus" oder soetwas hätte ich ihm ohnehin nicht geglaubt.

"Komm schon, Ami! Ich hole mir auch ein Bier und dann stoßen wir drei an!", schlug Tobias vor und hechtete ohne auf eine Antwort oder Rückmeldung zu warten in die Küche. Nur einige Sekunden war er fort, man konnte das Zischen beim Öffnen einer Bier-Flasche vernehmen und dann kam das Unheil auch schon wieder.

Ich hasste Bier eigentlich, doch unter solchem Gruppenzwang musste ich einfach nachgeben. Im Nachhinein würde ich soetwas nie wieder machen. Gruppenzwang hin oder her, es war die falsche Entscheidung von mir.

Und als die beiden Jungs ihre Faschen hoben um zu prosten, da setzte ich mein bestes falsches Lächeln auf welches ich in der Situation anbieten konnte und stieß mit ihnen an.

Und wie die beiden das "Blonde" hinunterzogen, bemerkte ich um wie viel weniger ich auf einmal trinken konnte.

Die beiden waren mir um Längen voraus. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, aber andererseits würde ich betrunken werden und dann nicht mehr Herrin über meine Sinne sein und all die Leute, die auf die Party erst kommen würden. Oh Gott! Wenn die alle mich dann so betrunken miterleben würden. Wobei, die meisten würden sich selber an nichts mehr vom Vortag erinnern.

 

FORTSETZUNG FOLGT

 

 

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